Tobias Dohmann

Suchmaschinenoptimierung aus Bielefeld

jan

Social Media Monitoring 2012

| Keine Kommentare

Das Thema Social Media ist nach wie vor wichtiger Bestandteil der Berichterstattungen vieler Medien. Täglich gibt es neue Informationen, ob zum Börsengang von Facebook oder dem aufstrebenden sozialen Netzwerk Pinterest. Natürlich werden die sozialen Medien nicht umsonst derartig in den Fokus gerückt. Längst haben insbesondere Twitter und Facebook Einfluss auf die verschiedensten Bereiche unseres Lebens. Mehrmals täglich wird die Timeline gecheckt, Verabredungen werden getroffen, Diskussionen öffentlich geführt, Informationen mit dem Netzwerk geteilt oder Nachrichten simpel ausgetauscht. Klar, dass längst auch Unternehmen erkannt haben, welch wertvolle Informationen in Social Media zur Verfügung stehen. Durch ein professionelles Social Media Monitoring werden diese Informationen zunächst aggregiert und anschließend so aufbereitet, dass sie für die Unternehmen verwendbar sind.

Entwicklung

Etwa 2009 begriffen deutsche Unternehmen vermehrt, dass sich Social Media für das eigene Marketing nutzen lassen. Gab es zunächst nur zaghafte Versuche, sich im Social Web zu engagieren, so kann 3 Jahre später konstatiert werden, dass die Vielzahl der Unternehmen nicht nur in Social Media aktiv ist, sondern dort auch durchaus Erfolge verzeichnen kann. Etwas hinterher hinkt bei vielen aber das Thema Social Media Monitoring. Jüngste Studien belegen, dass lediglich 10 Prozent der Unternehmen, die Social Media nutzen, ebenso auch ein Monitoring betreiben. Gerade  bei kleinen und mittelständischen Unternehmen steht das Thema nur selten auf der Agenda. Dies ist allein schon deshalb verwunderlich, weil es in Social Media vor allem darum geht, den Kunden Gehör zu schenken und mit Ihnen auf Augenhöhe zu kommunizieren. Derzeit werden jedoch in erster Linie die Gespräche auf der eigenen Facebook Seite oder die Konversationen auf Twitter beobachtet. Die Gespräche, welche in branchenrelevanten Foren, auf Frage/Antwortportalen oder weiteren Plattformen stattfinden bleiben oftmals außen vor. Die Unternehmen nehmen dadurch das Risiko in Kauf, dass Brandherde unbemerkt entstehen können. Weiterhin bleiben nützliche Informationen für die verschiedensten Unternehmensbereiche im Verborgenen. Hier besteht daher für viele noch Nachholbedarf und Potential. Immerhin zeigen die Investitionsvorhaben deutscher Unternehmen deutlich, dass das Thema Social Media Monitoring in 2012 forciert werden soll.

Funktionsweise

Generell soll ein Social Media Monitoring möglichst alle relevanten Aktivitäten zu einem  oder mehreren Keywords aufliefern. Vorab geht es neben der Festlegung der Keywords darum, Zusammenhänge zu definieren. Beispielsweise soll der Name des Geschäftsführers nur dann berücksichtigt werden, wenn auch das Unternehmen im selbigen Beitrag erwähnt wird. Wenn weiterhin zum Beispiel Veltins Feedback zur Wahrnehmung der eigenen Marke erhalten möchte, können Begriffe wie „Arena“, „S04“, „Schalke“ (zur Info: Veltins-Arena, Stadion von Schalke 04) ausgeschlossen werden. Die Ergebnisse erhalten somit eine höhere Aussagekraft. In der Regel können diese Einstellungen auch im Nachhinein angepasst werden. Nach dem Aufsetzen des Suchagenten beginnt der eigentliche Suchprozess. Dafür nutzen die Anbieter verschiedenste Technologien. Meist werden dafür eigene Crawler entwickelt und diese dann aktuellen Gegebenheiten (neue Plattformen etc.) angepasst. Das hat natürlich Auswirkungen auf die Quantität der Ergebnisse, denn jeder Crawler arbeitet anders. Darüber hinaus gibt es deutliche Unterschiede bei der anschließenden Auflieferung der Ergebnisse.

Die Anbieter

Zwar gibt es unter medienbewachen.de mittlerweile eine nützliche Übersicht des Anbietermarktes, dennoch fällt die Vergleichbarkeit der Dienstleister nach wie vor schwer. Generell werden zunächst kostenfreie Online Tools und professionelle Social Media Monitoring Anbieter unterschieden. Das bekannteste kostenlose Tool ist sicherlich Google Alerts, welches viele der Monitoring betreibenden Unternehmen nutzen. Dieses ist sicherlich nützlich, um erste Erfahrungen zu sammeln, erfordert jedoch einige Zeit für die Aufbereitung der Ergebnisse und stellt zudem nur vergleichsweise wenige und nicht immer relevante Daten zur Verfügung. Weitere nützliche kostenfreie Tools sind IceRocket oder Social Mention. Sämtliche kostenfreien Dienste haben jedoch ihre Schwachstellen, weshalb über die vergangenen Jahre immer mehr professionelle Anbieter den Markt für sich entdeckt haben. Neben einer hohen Quellenabdeckung sorgen diese für die Qualität der Ergebnisse. Dabei werden Spam, Beiträge von Bots oder einfach Fehlbeiträge von Vornherein gefiltert. Daraufhin werden den Aktivitäten verschiedene Parameter, wie Thema, Tonalität, User, Datum, Schlagworte, sowie weitere Merkmale des Users zugeordnet. Dadurch lassen sich die Ergebnisse viel besser auswerten und nutzen. Die Festlegung dieser Parameter erfolgt durch geschulte Analysten, wird aber bei vielen Anbietern auch durch eine eigene Technologie vorgenommen. Ironie und Sarkasmus beispielsweise lassen sich dabei nur schwer automatisch erkennen. Bevorzugt wird daher die manuelle Auswertung beziehungsweise Nachbereitung der Ergebnisse. Auch in der Auslieferung der Ergebnisse gibt es Unterschiede. Die meisten Anbieter verfügen mittlerweile über ein Online-Tool, in welchem die Daten eingespeist werden. Andere Anbieter wiederum fertigen individuelle Reportings an und lassen diese ihren Klienten zukommen. Ebenso gibt es Dienstleister die beide Varianten anbieten. Abschließend ist festzustellen, dass sich die Social Media Monitoring Anbieter vor allem preislich unterscheiden. Mal die kostenfreien Tools ausgenommen variieren die jährlichen Preise für ein professionelles Social Media Monitoring zwischen 2.000 und 30.000+ Euro. Umso wichtiger ist es, sich vorab im Klaren zu sein, welche Ziele man realisieren möchte, welche Kapazitäten zur Verfügung stehen und möglichst konkrete Vorstellungen hinsichtlich der zu beobachtenden Keywords (Unternehmen, Eigenmarken, Wettbewerber, Themen, etc.) zu entwickeln. Im nächsten Schritt geht es darum Angebote einzuholen und auch die Möglichkeit kostenfreier Probemonitorings in Anspruch zu nehmen. Dadurch bekommt man ein Gefühl, welche Social Media Monitoring Lösung dann auch wirklich die geeignete ist. Ebenso profitiert man von einer ersten Beratung, wodurch sich zum Beispiel klären lässt, ob eine Status Quo Analyse erstmal ausreichend ist oder ob ein kontinuierliches Monitoring Sinn macht.

Fazit

Künftig wird es für viele Unternehmen darum gehen das eigene Social Media Engagement durch ein professionelles Social Media Monitoring zu ergänzen. Dafür müssen die relevanten und authentischen Beiträge des Social Web überwacht, ausgewertet und berücksichtigt werden. Dadurch erhält die eigene Strategie ein Fundament und lässt sich zudem nachhaltig gestalten. Bei der Auswahl eines geeigneten Social Media Monitoring Partners geht es vor allem darum, die eigenen Anforderungen so konkret wie möglich auszugestalten und die Social Media Monitoring Lösungen der verbleibenden Anbieter vorab eindringlich zu testen und zu vergleichen.

 

Der Autor:

Jan Bartels
Webbosaurus GmbH
Geschäftsführer

Jan Bartels ist Gründer und geschäftsführender Gesellschafter der Webbosaurus GmbH. Die Webbosaurus GmbH ist eine Agentur für Social Media Monitoring & Analyse.

 

Social Media Monitoring 2012
3 Stimmen, 4.33 durchschnittliche Bewertung (85% Ergebnis)

Hinterlasse eine Antwort

Pflichtfelder sind mit * markiert.